Die gute Sonne - D Bess Unger

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Astrophysik
Die Sonne ist ein ganz besonderer Stern. Sie ist ca. 4,5 Milliarden Jahre alt und befindet sich 28000 Lichtjahre vom Zentrum in einem Spiralarm unserer Galaxis. Zum Glück dreht sie sich um das Zentrum mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Spiralarme, sie gerät also nicht in Gefahr, dass sie einen der Spiralarme durchläuft, was zu Kastastrophen führen könnte. Die Sonne und ihre Planeten bestehen logischerweise nicht nur aus Wasserstoff  und Helium, sondern aus ganz vielen Metallen (die Astronomen nennen alles, was schwerer ist als Helium ein Metall). Die sind aber in dem Gebiet, im dem sich die Sonne befindet, in dieser Menge überhaupt nicht vorhanden. Wo kommen sie dann her?
Die Metallizität lässt sich nur erklären, wenn man annimmt, dass die Sonne aus dem Inneren der Galaxis dorthin gewandert ist, wo sie sich jetzt befindet. Die schweren Metallen werden von Sternexplosionen, den Supernovae, erbrütet. Aus diesem "Sternenstaub" im Kernbereich der Galaxis kann dann unter Umständen ein Stern mit Planeten entstehen. Unsere Sonne ist ca. 6000 Lichtjahre in die Außenregion gewandert, dort ist sie von Supernovae geschützt und konnte ihrem dritten Planeten erlauben, dass sich Leben in aller Ruhe entwickeln konnte.
Ein Stern mit Planeten kann erst dann entstehen, wenn ausreichend Sternenstaub vorhanden ist. Der ist erst dann vorhanden, wenn sehr viele Supernovae, also Sternentode, stattgefunden haben. Man geht davon aus, dass erst seit 4,5 Milliarden Jahre Sterne mit Planeten erzeugt werden können. Da unsere Sonne genau so alt ist, muss man davon ausgehen, dass - wenn intelligentes Leben auf anderen Paneten genauso lang braucht, um sich zu entwickeln wie bei uns - unsere Erde einer der ersten Planeten ist, die Leben entwickelt hat.
 
 
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